Wie sich mit QR-Codes in Corona-Zeiten eventuell noch ein paar Umsätze in Einzelhandel und Gastronomie generieren lassen
Licht- und Mediendesign in der Architektur. Planung und Realisation.
Lichtdesign, Architectural Lighting Design, Medienfassaden, Erneuerbare Energien, LED-Technik, Lichtkunst
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Wie sich mit QR-Codes in Corona-Zeiten eventuell noch ein paar Umsätze in Einzelhandel und Gastronomie generieren lassen

Wie sich mit QR-Codes in Corona-Zeiten eventuell noch ein paar Umsätze in Einzelhandel und Gastronomie generieren lassen

Liebe Mitmenschen,

pünktlich zum Festtag der Auferstehung Jesu Christi haben wir beschlossen nicht an der kommenden Corona-Wirtschaftskrise teilzunehmen.

Wir machen das, wie in den letzten 24 Jahren auch: Etwas einfallen lassen, Neues erfinden, und vor allem nicht die Laune verderben lassen.

Passend zum Thema haben wir dazu einen Vortrag aus der vorcoronischen Zeit im Rahmen der digitalen Workshop-Reihe der Stadt Brühl überarbeitet, bei dem es inhaltlich darum ging, wie man mit QR-Codes im Einzelhandel und der Gastronomie auch außerhalb der Öffnungszeiten noch ein paar Umsätze generieren könnte. Und dies mit keinen bzw. verschwindend geringen Kosten.

Jetzt, wo die Läden dauerhaft geschlossen sind und man auch nicht richtig weiß wie lange dieser Zustand noch anhält, ist diese Thema nun aktueller denn je.

Wir haben den Vortrag der besseren Verständlichkeit wegen mit zusätzlich Text angereichert und hier zum Download bereitgestellt:

Bildschirmvariante (5,18 MB) und die Druckvariante (18,4 MB)

Der Vortrag bezieht sich inhaltlich auf die Stadt Brühl, lässt sich aber entsprechend auch in anderen Städten problemlos nutzen. Sollte es Unklarheiten oder Rückfragen geben, einfach kurz mit uns in Verbindung setzen.

An dieser Stelle noch herzlichen Dank an Michael Jopen und Sascha Lehner für Tipps und Unterstützung bei der Recherche.

Was sind QR-Codes?

QR Code steht für Quick Response Code und ist ein Barcode-Typ der von der Firma Denso Wave 1994 für den Einsatz in der Autoindustrie erfunden wurde.

Der QR-Code wurde zur Markierung von Baugruppen und Komponenten für die Logistik in der Automobilproduktion des Toyota-Konzerns entwickelt. Ein QR-Code stellt durch seinen zweidimensionalen Aufbau sehr viel mehr Speicher zur Verfügung als ein Strichcode, nämlich bis zu 4.000 Zeichen, etwa eine DIN A4-Seite voll kleingedrucktem Text.

QR-Codes sind sehr „robust” und können auch mit leichten Beschädigungen in der Regel noch entschlüsselt werden. Sie selbst können auf dem Smartphone keinen Schaden anrichten. QR-Codes sammeln im Vergleich, zum Beispiel mit Beacons keine Kundendaten.

Welche Grundvoraussetzungen sind zur Nutzung erforderlich?

Sie, bzw. Ihre Kunden benötigen eine App auf dem Smartphone mit der QR-Codes gelesen werden können. Zur Erstellung von QR-Codes benötigen Sie einen QR-Code-Generator. Aktuelle Smartphones benötigen noch nicht mal eine separate App zum Lesen von QR-Codes. Zu beachten ist, dass die Codes für Ihre Kunden Sinn machen sollten oder gar einen Vorteil bringen.

Ein gescannter QR-Code, der Ihnen die Anschrift eines Ladenlokals übermittelt, vor dem man gerade steht, wirkt eher enttäuschend. Je nach Produkt oder Dienstleistung sind Ihrer Kreativität aber keine Grenzen gesetzt.

Weiterhin ist Ihr Ladenlokal ab sofort 24 Stunden geöffnet, was sich auch nach Corona positiv bemerkbar machen könnte.

Derzeit übliche Anwendungen von QR-Codes

Weltweit lizenzfrei und einfach selbst zu erstellen.

Können mit diversen Funktionen (URL | Text | E-Mail | Telefon | SMS | vCARD | Ort | Facebook | Twitter | YouTube | W-LAN | Event | Bitcoin) belegt werden. QR-Codes sollten für den Nutzer einen Mehrwert bringen.

Kostenlose QR-Code Scanner für das Smartphone

QR Droid (für Android und iOS) – fragt nach dem Scan, welche Funktion ausgeführt werden soll

ZXing Team (für Android und iOS) – öffnet Seiten automatisch

Kaspersky (für Android und iOS) – hat Sicherheitsfunktionen und warnt bei unsicheren Websites vor dem Öffnen

QR-Code Generatoren

Jeder QR-Code kann eine Fehlerkorrektur bis zu 30% besitzen. Teilbereiche können genutzt werden, um ein oder Ihr Logo innerhalb des QR Code zu
platzieren.

Alle generierten QR-Codes sind 100% kostenfrei und können für jeden Zweck genutzt werden. Dazu gehört auch die kommerzielle Nutzung jeglicher Art.

Im Internet finden sich diverse kostenfreie QR-Code-Generatoren. Wir haben ganz gute Erfahrungen mit dem QR-Code Monkey gemacht.

Öffnen Sie die Website QR-Code Monkey. Für einen QR-Code mit einer Weiterleitung zu Ihrer Website wählen Sie aus der Titelleiste die Option URL.

Geben Sie die URL Ihrer Website in das Textfeld ein und bestätigen Sie rechts die Option QR-Code erstellen. Fertig, das war es schon, Ihr individueller QR-Code kann nun ausgedruckt, gespeichert und genutzt werden.

In den nächsten Feldern können Sie bei Bedarf noch farbliche Anpassungen vornehmen, ein Logo einfügen oder die grafische Darstellung des QR-Codes beeinflussen.

Sie haben keinen Online-Shop und keine oder eine grottenschlechte Website?

Öffnen Sie die Website QR-Code Monkey. Für einen QR-Code der Ihnen eine
E-Mail sendet, wählen Sie aus der Titelleiste die Option MAIL. Geben Sie Ihren Mailkontakt in das Textfeld ein.

In die nächsten Felder können Sie eine Textvorlage für Ihre Kunden eintragen. Informationen wie „Abholung“ oder „Lieferung“ bzw. „Bitte hinterlassen Sie eine Rufnummer„ machen Sinn. Bestätigen Sie nun rechts die Option QR-Code erstellen.

Nun können Ihre Kunden das gewünschte Produkt in Ihrem Schaufenster fotografieren, danach den QR-Code scannen und Ihnen das Bild mit dem vorgefertigten Text zukommen lassen.

Doch selbst eine eigene Website erstellen?

In der Brühler Einzelhandels- und Gastronomielandschaft existieren ein paar schlechte, unsichere (SSL), und völlig veraltete Websites. Kostet zwar je nach Anbieter nur ca. 300,- Euro im Jahr, aber das sieht man Ihrer Website auch an.

Vielleicht nutzen Sie, die durch Corona gewonne Zeit und versuchen sich selbst an Ihrer neuen Website? Ist heutzutage nicht viel schwerer als eine Textverabeitung zu bedienen. Viele Seiten laufen auf der ebenfalls kostenfreien WordPress-Basis, Provider wie all-inkl.com bieten für 7,95 Euro/Monat den benötigten technischen Hintergrund.

Als kritischstes Testimonial hatten wir Herrenmode Düster, der uns aber letztlich vertraute. Nach Einrichtung der technischen Basis durch uns, füllt er nun seine neue Website selbst mit Inhalten.

Sie haben bereits einen Online-Shop?

Dann verweisen Sie mittels eines Displays oder Monitors allgemein auf die Existenz Ihres Webshops. Zusätzlich können Sie natürlich auch jedes einzelne Produkt in Ihrem Schaufenster mit einem QR-Code versehen.

Ihre Kunden würden mit dem scannen der individuellen QR-Codes nicht nur in Ihrem Webshop sondern direkt bei dem gerade betrachteten Produkt landen.

Sie haben keinen eigenen Online-Shop, sind aber bei Atalanda, Findeling Sugartrends usw. präsent?

Kopieren Sie Ihre individuelle URL aus dem Portal einfach in den QR-Code Generator und erstellen Sie den passenden QR-Code, den Sie zusätzlich noch mit Ihrem Logo ausstatten können.

Prüfen Sie zudem ob sich die Teilnahme an derartigen Portalen für Sie rechnet. Stelllenweise glänzen solche Portale durch eine qualitative Auswahl der Teilnehmer bzw. guten Service.

Andere Portale existieren gemäß unserer Einschätzung jedoch nur durch das beständige Verbrennen von Steuergeldern. Um Leerstände in den Innenstädten zu vermeiden, investieren verschiedenste Städte viel Geld
in diese, aus unserer Sicht, auch wirtschaftlich sinnlosen Shoppingportale.

Als Händler bzw. Teilnehmer an diesen Portalen, sollte geprüft werden wie hoch Gebühren und Provisionszahlungen sind. Diese können je nach Portal bis zu 20% des Verkaufspreises liegen, womit sich je nach Produkt die Frage stellt ob ein derartiger Webshop sinnvoll ist.

Alternative Einzelheld?

Bei unseren Recherchen zu neuen Portalen sind wir auf Einzelheld gestoßen.

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als hätten sich hier Menschen gefunden, die wirklich helfen möchten. Statt, wie bei einigen Startups leider manchmal praktiziert, ein mehr oder weniger sinnvolles Geschäftsmodell zu entwickeln, Investoren zu suchen und danach mit gefüllten Taschen schnellstens den „Exit“ aus dem Unternehmen zu suchen, scheint man bei Einzelheld mit anderen Tätigkeiten das tägliche Brot zu verdienen. Sehr sympathisch!

Die Kosten für Händler halten sich augenscheinlich in erträglichen Grenzen:

„Das sind zum einen die Kosten für die Zahlungsabwicklung über Braintree (Paypal). Hier zahlt ihr pro Transaktion 35 Cent + 2,49% vom Transaktionsvolumen. Für alle weiteren Kosten zum Betrieb der Plattform fallen 30 Cent pro Bestellung an.“

Wir können uns vorstellen, dass diese Basis sehr erfolgreich wird und dann in Zukunft auch etwas teuer. Aber dann wäre man ja über den Berg und könnte sich leichter höhere Administrationskosten wieder leisten.

Brühler Einzelhandel Online

Die Buchhandlung Carola Brockmann verweist allgemein auf die eigene Website, ohne direkt auf den zusätzlich verfügbaren Webshop zu verweisen.

Als Nutzer müsste man nun die URL in das Smartphone eintippen, ohne zu wissen was man genau bekommt. Ein QR-Code würde den Vorgang hier vereinfachen.

Neben der Möglichkeit mit einem QR-Code auf den Webshop zu verweisen bieten sich oft noch weitere Möglichkeiten. So könnten Sie Ihren Kunden mit einem eigenen QR-Code für ein spezielles Produkt zusätzliche Informationen bereitstellen.

Zum Beispiel, wie sich der (übrigens sehr sympathische) Frank Schätzing zu seinem neuesten Roman inspirieren ließ, bzw. sich von ihm die „Künstliche Intelligenz“ erläutern lassen. Probieren Sie es einfach mal aus und scannen Sie den QR-Code auf dem Buch.

QR-Codes in Printmedien

QR-Codes eignen sich auch bestens für die Platzierung in Printanzeigen um Handynutzern den direkten Zugang zur Website, Webshop, Kontaktdaten usw. zu ermöglichen.

Wie in der aktuellen Corona-Ausgabe des Brühler Schlossboten ersichtlich wird, ist diese Möglichkeit bei den meisten Händlern nicht bekannt, evtl. auch nicht gewünscht. So findet sich nur ein einziges Inserat mit QR-Code im aktuellen Schlossboten.

Dieser ist aber (zumindest in der Online-Ausgabe) nicht lesbar. Achten Sie bei der Abgabe der Druckvorlagen darauf, dass Ihre QR-Codes als skalierbare Vektordatei und nicht als Bild eingereicht werden.

wir-helfen-bruehl.de, veedelsretter.koeln und weitere Spenden-Plattformen

Schöne Idee um die örtliche Gastronomie oder den Einzelhandel mit Gutscheinen oder Spenden zu unterstützen. Kopieren Sie einfach die URL Ihres Betriebes und generieren Sie einen QR-Code, welcher Ihre Kunden innerhalb des Portals direkt zu Ihnen führt.

Unangenehmer Nebeneffekt aus Kundensicht: Sollte der Teilnehmer, welcher den Gutschein ausgestellt hat die Coronazeit nicht überstehen und Insolvenz anmelden müssen, dann wird aus dem Gutschein höchstwahrscheinlich eine Spende.

Was für den Kunden nicht sichtbar ist, kann nicht gekauft bzw. bestellt werden.

Das Café Guglhupf wirkt von außen wie eine herkömmliche Konditorei bzw. ein Kaffeehaus, in dem sich die in der Verkaufstheke angebotenen Torten konsumieren lassen.

Das Schaufenster ist üblicherweise und vermutlich wegen der Sonneneinstrahlung nicht mit Backwaren bestückt.

Folgt man dem Guglhupf auf Facebook bzw. besucht man die Website wird ersichtlich, dass für besondere Anlässe wie Taufen, Hochzeiten, Geburtstage usw. die Möglichkeit der individuellen Tortenherstellung angeboten wird.

Publikumswirksame Gimmicks

Aus technischer Perspektive wäre es kein Problem, in Rahmen von Wettbewerben oder Veranstaltungen, die Farben des Brühler Wasserturms von den anwesenden Besuchern ändern zu lassen.

Problem: Keine direkte Sichtverbindung zwischen Markt und Wasserturm.

QR-Codes mit steuerungstechnischen Sonderfunktionen

Seit dem Jahr 2010 steuern wir mit QR-Codes auch technische Einrichtungen. 2011 installierten wir einen Versuchsaufbau im Kölner Beleuchtungshaus Remagen am Neumarkt.

Man hatte plötzlich ein dynamisches, statt einem statischen Schaufenster, was zusätzlich eine deutliche Stromersparnis brachte. Die Kunden konnten von außen diverse Leuchten im Ladenlokal schalten und dimmen, LED-Flächen in der Farbe wechseln lassen und Produkte im Onlineshop bestellen.

Wir dachten damals, dass wir den Oberbrüller erfunden hätten. Das ganze war aber leider ein völliger Flop. Vor gut zehn Jahren besaß kaum ein Mensch ein Smartphone.

Das ist heute in der Tat etwas anders. Vieleicht sollten wir einen erneuten Versuch wagen?

Es gibt noch zwei Videos aus dieser Zeit, welche die damaligen Aktivitäten dokumentieren.

Womit beschäftigt ihr euch jetzt gerade?

Wir bauen unsere Thekenaufsteller um. Diese Displays mit eingebauten 7-Zoll-Monitor bekommen zusätzliche Saugnäpfe mit denen sich die Geräte einfach an jedem Schaufenster anbringen lassen.

Statt Bilder oder Videos, zeigen die Monitore dann unterschiedliche QR-Codes, mit denen man dann je nach Codierung eine Bestellung, eine Spende, die Speisekarte usw. aufrufen kann.

Ist etwas hübscher, funktionaler und auffälliger als auf Schaufenster geklebte QR-Codes.

Was kommt dann als nächstes? Kontaktloser schneller Kaffee und Eis ohne Wartezeit!

QR-Codes sind eigentlich ideal für Anwendungen in der Gastronomie. Keine Speicherung von persönlichen Daten der Nutzer. Kürzere/keine Wartezeiten bei Bestellungen sowie ggfs. der Bezahlung.

Keine verhunzten Menükarten anfassen müssen. Besserer Überblick über das verfügbare Angebot. Cocktailkarten mit Bildern statt mit Text usw.

Dazu stehen wir gerade in Kontakt mit diversen Softwarefirmen, die auf den beliebten Orderman-Produkten aufbauen.

Damit die Bestellung in den bereits vorhanden Kassensystemen auflaufen kann, benötigen wir eine Schnittstelle. Das Thema läuft gerade nur nicht so rund wie wir uns das wünschen:

„Im Rahmen der Fiskalisierung in Deutschland, ist es nicht mehr einfach machbar, die Daten in die Kassendatenbank zu synchronisieren. Ihr Verfahren interessiert uns und wir werden über eine Rest API auch ein Verfahren bereit stellen, können derzeit aber noch nicht sagen wann.“

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