Solaranlage, Stromspeicher und Elektroauto im eigenen Betrieb? Macht das Sinn?
Licht- und Mediendesign in der Architektur. Planung und Realisation.
Lichtdesign, Architectural Lighting Design, Medienfassaden, Erneuerbare Energien, LED-Technik, Lichtkunst
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Solaranlage, Stromspeicher und Elektroauto im eigenen Betrieb? Macht das Sinn?

Solaranlage, Stromspeicher und Elektroauto im eigenen Betrieb? Macht das Sinn?

Vom Fahrspaß, den ein E-Auto mit sich bringt sowie den Luxus, die eigene Tankstelle vor der Tür zu haben, haben wir bereits reichhaltig berichtet.

Auch das selbsterzeugter und direkt genutzter Solarstrom sich in der Umweltbilanz einer Firma äußerst positiv bemerkbar macht, ist keine Überraschung. Im Gegensatz zu Privathaushalten beginnen Firmen morgens, wenn die Sonne aufgeht, mit der Arbeit. Am Abend, wenn die Sonne untergeht, verlassen die Mitarbeiter Ihren Arbeitsplatz. Der durch die Sonne erzeugte Strom lässt sich somit direkt nutzen.

Im direkten Vergleich zum Privathaushalt ist Photovoltaik in der gewerblichen Anwendung nicht nur aus ökologischen Gründen sinnvoll sondern lohnt sich auch finanziell. Lassen wir heute mal nur die finanziellen Aspekte und messtechnischen Ergebnisse unserer Solaranlage, die gerade ihren zweijährigen Geburtstag feiert, in den Vordergrund treten.

Gewählt haben wir den Zeitraum vom 15.09.2013 bis 15.09.2015, also gute 24 Monate an denen wir täglich Messungen in Echtzeit vorgenommen haben.

Die folgende Grafik zeigt den Verlauf unseres Strombedarfes (gelbe Line) für den genannten Zeitraum. Natürlich benötigen wir trotz 5 kWh-Stromspeicher noch elektrische Energie von der Kölner RheinEnergie (blaue Linie) um die Wintermonate zu überstehen.

LL_Liniendiagramm_Uebersicht

Im Jahresverlauf betrachtet zeigen die Sommer- und Wintermonate naturgemäß starke Schwankungen hinsichtlich der Erträge. Es wird jedoch schnell ersichtlich, dass unsere Anlage deutlich mehr Strom erzeugt, als wir im Jahr für alle Arbeitsplätze und Tätigkeiten benötigen. Dieser „überflüssige“ Biostrom muss leider derzeit eingespeist werden, bzw. wird zwangsläufig von unseren Nachbarn genutzt, die vom Privileg des sauberen Stroms vermutlich nicht einmal Kenntnis haben.

Auch bei der Betrachtung des linearen Verlaufs wird die Überproduktion von elektrischer Energie sichtbar. So befindet sich die Kurve (blaue Linie) unseres Stromlieferanten RheinEnergie bis Ende Mai 2014 im negativen Bereich. Seit Juni 2014 produzieren wir mehr elektrische Energie als wir nutzen können.

LL_Liniendiagramm_Differenz_Bezug - Kopie

Selbst unser E-Smart, mit dem wir seit Mitte 2014 ganze 21.269 km gefahren sind, beeinflusst diese Bilanz nicht.

LightLife_Smart_21269

Die direkte Nutzung der erzeugten elektrischen Energie im Betrieb erreicht dabei Werte zwischen 68 und 77% in den Sommermonaten, bzw. 11 bis 12% in den dunklen Wintermonaten. Im Jahresdurchschnitt erreichen wir stolze 53,12%.

LL_Liniendiagramm_Eigenstrom_Prozent - Kopie

Richtig beeindruckend ist der Verlauf seit dem Jahr 2012, in dem wir noch ausschließlich von der RheinEnergie versorgt wurden. Die Solaranlage lieferte bereits von September bis Dezember 3.061 kWh, von denen wir 1.751 kWh direkt nutzen konnten. Bereits 2014 übertraf die erzeugte elektrische Energie unseren Eigenbedarf und der Anteil von sofort genutzter elektrischer Energie (im Volksmund: Eigenverbrauch) stieg auf 8.315 kWh. In der Summe haben wir nun ganze 49.409 kWh produziert.

LL_Balkendiagramm_Uebersicht - Kopie

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