Knapp über drei Jahre Flatter- und Zappelstrom – Zwei Jahre Reichweitenangst mit dem Elektroauto

Mit ein paar Bildern und wenigen Worten hier die Auswertung unserer Solaranlage für die letzten drei bzw. fünf Jahre. Es wurde täglich gemessen und aufgezeichnet.

Weswegen der ganze Aufwand?

Um die Welt zu retten! Was, zugegeben, nicht einfach wird. Es ist aber keinesfalls falsch, etwas über die Zukunft zu sinnieren.

Können wir es zulassen, dass unsere Gesellschaft die noch verfügbaren Ressourcen wie Öl, Kohle und Wasser weiterhin verschwendet? Was können wir dazu beitragen, zumindest in einzelnen Teilbereichen Verbesserungen zu bewirken?

In erster Linie ist die LightLife ein spezialisierter Dienstleister für mediale Sonderlösungen im Bereich Kunst und Architektur. Sollten, was zu erwarten ist, die Energiepreise weiterhin steigen, empfinden die Menschen in einigen Jahren unsere Realisationen vielleicht als schlichte Energieverschwendung?

Was liegt also näher, und wie spannend ist der Gedanke, dass wir zukünftig komplette Medienfassaden und Kunstinstallationen im öffentlichen Raum ausschließlich mit erneuerbaren Energien betreiben?

Die Abbildung oben zeigt unseren Strombedarf im Sommer 2012, im neuen Firmengebäude. Ab August 2013 dann mit tatkräftiger Unterstützung von David Muggli, Sebastian Pönsgen und Benjamin Fritz die eigene Solaranlage auf dem Dach installiert. Parallel Optimierung unseres Strombedarfs im Betrieb. Besonders bei der Beleuchtung ließen sich einige Kilowattstunden sparen. Im Sommer 2014 kam dann noch ein Elektro-Smart (inzwischen über 38.000 km) für die Mobilität in Köln hinzu.

Mehr elektrische Energie als erforderlich

Auf der folgenden Darstellung ist zu erkennen, dass unsere Solaranlage deutlich mehr Strom erzeugt (42%) als wir im Jahr benötigen. Alle Nachbarn haben somit im Sommer Biostrom…

50% Eigenstromnutzung

Es folgt die Darstellung, wie viel des frischen Sonnenstroms wir direkt im Jahresverlauf nutzen können. Die Werte liegen zwischen 12% im Winter und 77% im Sommer. Im Jahresschnitt kommen wir auf 50% direkte Nutzung des eigenen Stroms. Überschüsse kommen in unseren Energiespeicher, bzw. werden eingespeist.

Die weiteren Aufnahmen aus der Perspektive eines Satelliten (Quelle: www.tim-online.nrw.de), zeigen unser Dach (rot), bzw. die Dächer der Nachbarn (grün) zu sehen, die ebenfalls über eine Solaranlage verfügen.

Fazit

Es wird schnell und deutlich ersichtlich, welches Potential allein an ungenutzten Dachflächen zur Verfügung steht. Und das der von den Energieversorgern und Netzbetreibern geforderte Netzausbau in großen Teilen überflüssig ist. Und der oft gescholtene Flatter- oder Zappelstrom ist, über das Jahr betrachtet, doch konstanter als sein Ruf.

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Über den Autor

Antonius Quodt ist der kreative Kopf und Geschäftsführer der LightLife Gesellschaft für audiovisuelle Erlebnisse mbH in Köln, Berlin und Wien.

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