Erfreuliche Wertsteigerung in der LightLife
Licht- und Mediendesign in der Architektur. Planung und Realisation.
Lichtdesign, Architectural Lighting Design, Medienfassaden, Erneuerbare Energien, LED-Technik, Lichtkunst
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Erfreuliche Wertsteigerung in der LightLife

Erfreuliche Wertsteigerung in der LightLife

Da sag noch mal jemand, dass Elektroautos im Vergleich zu den historischen Verbrennern enorm an Wert verlieren. Wie der ZEIT zu entnehmen ist, schaltet Daimler den Elektro-Smart aus.

Insgesamt wurden seit dem Jahr 2007 ganze 13.000 Smart Electric Drive hergestellt.

Zum Vergleich: Ferrari hat circa eine Jahresproduktion von 7.000 Fahrzeugen jährlich. Macht in neun Jahren also 63.000 Ferraris gegenüber 13.000 Smart ED.

Da kann man doch wirklich nicht jammern, wir werden eine Stahlbetongarage für unseren kleinen wertvollen Schatz bauen müssen.

„An Elektromobilität hat momentan niemand richtig Interesse“

So Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. Man könnte auch zu dem Schluss kommen, dass es in Deutschland nicht genug Idealisten mit ausreichend finanziellen Möglichkeiten gibt.

Oder eben, dass man als Durchschnittsbürger schon wirklich einen an der Waffel haben muss, um sich ein Elektrofahrzeug anzuschaffen.

Die deutschen Hersteller bieten bisher überwiegend völlig überteuerte Elektrofahrzeuge an und hoffen auf Subventionen der Bundesregierung. Bis auf Deutschland zahlt diese ja auch fast jedes europäische Land.

So erhält der Käufer eines Elektroautos in Frankreich aktuell 10.000,- € (Quelle: Manager Magazin), in Spanien 6.500,- €, Großbritannien bis zu 6.200,- €, in Irland, Luxemburg und Österreich bis zu 5.000,- € (Quelle: ecomento.tv)

Es gibt also bisher nicht den geringsten Anlass für die deutschen Hersteller reale Preispolitik für Elektroautos zu betreiben. Zumal 18% des deutschen BIP (Quelle: ZEW) der Automobilindustrie zuzuordnen sind, ein für Deutschland existentieller Wirtschaftsfaktor.

Während es in Städten wie Paris, Amsterdam und Oslo immer leiser und sauberer wird, passiert in der Bundesrepublik bis 2017 wohl nichts. Es sei denn, ausländische Hersteller erkennen das Potential in Deutschland und liefern zeitnah entsprechende und bezahlbare E-Fahrzeuge.

Bis dahin lesen die Menschen noch unermüdlich Beiträge in Bild und Wirtschaftswoche, dass die Deutschen keine E-Autos möchten.

Menschen, die noch nie in einem Elektroauto gesessen haben, glauben dies vermutlich noch. Ähnlich wie das ledige Argument des „Reichweitenproblems“. Deutschland, das Land der Pessimisten?

Fragwürdige Studien zur Elektromobilität

Untermalt wird das Thema zusätzlich durch fragwürdige Studien und Feldversuche wie zum Beispiel dem eMerge-Projekt, dessen finale Ergebnisse mit dem Smart ED vermutlich Ende September veröffentlicht werden. Die aktuelle Studie mit der B oder C-Klasse hat gerade begonnen.

Finanziert wurde diese Studie zu einem guten Teil von Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Wie er bei der Abschlussveranstaltung betonte, engagiert sich der „Der Bund beim Flottenprojekt „eMERGE“ insgesamt mit einer Förderung von rund 6,5 Millionen Euro“.

Viel verbranntes Geld mit dem unter anderem, man kann es leider nicht anders beschreiben, Schlafmützen der Universität Siegen, Lehrstuhl für Marketing, finanziert werden.

Warum sind Elektroautos so teuer?

Die gängigen Medien begründen die hohen Kosten mit der Entwicklung der Fahrzeuge bzw. den Herstellungskosten für die Batterie. Grundsätzlich hinkt die Begründung jedoch ein wenig, wie der äußerst sehenswerten ARD-DokumentationDie Story im Ersten: Das Märchen von der Elektro-Mobilität“ zu entnehmen ist.

Hinsichtlich der Entwicklungskosten ist diese Argumentation für die Hersteller BMW (i3, i8) und Tesla (Model S, Model X) noch nachvollziehbar. Die Fahrzeuge dieser Marken wurden von Grund auf neu konzipiert und entwickelt.

Die Grundversion des i3 kostet 34.950,- € inkl. Mehrwertsteuer. Im Vergleich mit Herstellern, wie Renault oder Smart, entfällt die monatliche Batteriemiete und ein 18,8 kWh-Akku ist bereits im Kaufpreis enthalten.

Unter der Annahme, dass die Batterie mit 500,- € je kWh zu Buche schlägt, beinhaltet der Kaufpreis allein 9.400,- € für den Akku (Quelle: GEO).

Für die Marke BMW also ein noch recht preiswertes Elektroauto. Als echten Nachteil, der potentiellen Käufern die Entscheidung erschwert, ist die Garantieregelung für den Akku. Acht Jahre oder 100.000 km ist wenig großzügig und ein Batterie-Leasing wird bisher nicht angeboten.

Ein anderes Bild ergibt sich bei unserem Smart Electric Drive, den wir zusätzlich als Benziner im Fuhrpark haben. Augenscheinlich handelt es sich bei beiden Ausführungen um die gleiche Karosserie. Der Kaufpreis des historischen Smart betrug 10.895,- € inkl. Mehrwertsteuer, der Smart Electric Drive schlägt regulär, ohne Batterie, mit 18.910,- € zu buche.

Unter der Berücksichtigung, dass etliche Bauteile fehlen, ist ein solch stolzer Preis zu schwer zu erklären.

So gut wie keine Verschleißteile im Elektroauto

Ein Elektroauto benötigt zahlreiche reparaturanfällige Bauteile nicht. Ein E-Auto benötigt keinen Anlasser, keine Kupplung, keine Lichtmaschine, keinen Zahnriemen, keinen Ölfilter, kein Getriebe, keinen Tank, keinen Auspuff, keinen Katalysator, keine Benzinpumpe, kein Kurbelgehäuse und keinen Zündverteiler, um nur einige Beispiele zu nennen.

Sämtliche Komponenten werden in einem Elektroauto durch einen marktüblichen Elektromotor in der Größe einer Wassermelone ersetzt. Die benötigte elektrische Energie für Scheinwerfer, Bordelektronik und Klimaanlage kommt aus dem Akku.

Fazit

Bis die Deutschen in großer Anzahl die Elektromobilität für sich entdecken dürfen, werden vermutlich noch zwei oder drei Jahre ins Land gehen. Wegen der vielen Vorzüge von Elektroautos wird diese Entwicklung nicht mehr aufzuhalten sein.

Muss sich die deutsche Auto- und Zulieferindustrie Sorgen machen? Vermutlich nicht, sie können ja E-Autos bauen, möchte es zurzeit nur noch nicht. Auch die deutschen Zulieferer sind in die Produktion ausländischer Fahrzeuge reichlich involviert, man kann sich also entspannt zeigen.

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