Ein Jahr smart electric drive | 16.000 KM ohne Payback-Karte und Sammelpunkte
Licht- und Mediendesign in der Architektur. Planung und Realisation.
Lichtdesign, Architectural Lighting Design, Medienfassaden, Erneuerbare Energien, LED-Technik, Lichtkunst
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Ein Jahr smart electric drive | 16.000 KM ohne Payback-Karte und Sammelpunkte

LightLife Smart Electric Drive

Ein Jahr smart electric drive | 16.000 KM ohne Payback-Karte und Sammelpunkte

12_Monate_LightLife_E_Smart

Seit dem 11.06.2014 schmückt ein smart electric drive unseren Fuhrpark. Zeit für eine Zwischenbilanz.

16.462 gefahrene Kilometer. Alles ohne die lästige Ruckelei, die wir von unserem smart mhd kennen, wenn sich dieser mit seinem historischen Mehrganggetriebe mühsam vorwärts schleppt.

Diese Trägheit der Benzinmotoren ist, wenn man regelmäßig mit dem E-Smart durch Köln fährt, wirklich kaum noch zu ertragen. Mal ganz davon abgesehen, dass unser E-Smart völlig leise und ohne Abgase zügig durch die Stadt surrt.

Man steht zum Beispiel Sonntagvormittag auf der Zülpicher Straße am Cafe Krümel vor der roten Ampel und hört nur Vogelgezwitscher und das Besteckklappern der Gäste – zumindest solange, bis jemand mit einem alten Verbrennermotor, und nur durch seine pure Anwesenheit die schöne Sonntagsatmosphäre beendet.

Schon erstaunlich. Abgesehen von der Lärmbelästigung, haben wir in Deutschland 65.000 Tote wegen Dieselabgasen und anderen Feinstäuben. Bezogen auf Köln sind das jährlich gut 800 Menschen.

Da frage ich mich schon, ob all die Muttis, die mit ihren SUV über den Neumarkt rollen, irgendwie ihre Kinder vergessen haben bzw. ob Elektroautos wirklich so teuer sind.

Strom- und Benzinkosten

Hätten wir die 16.462 km mit unserem smart mhd (5,8 l/100 km) bewältigt, wären gute 955 Liter Superbenzin nötig gewesen. Bei einem durchschnittlichen Spritpreis von 1,449 Euro somit ganze 1.384,21 Euro die man anderweitig ausgeben konnte.

Der Strom für den E-Smart kommt von der Solaranlage auf unserem Firmengebäude. Verrechnet mit der Einspeisevergütung von 14,8 Ct. und bei einem Verbrauch von durchschnittlich 15,97 kWh/100 km macht dies bei 16.462 km den Betrag von 389,09 Euro. Gegenüber dem Benziner also eine Jahresersparnis von gut 995,- Euro.

Batteriekosten

Die Batteriemiete für den E-Smart beträgt 65,- Euro im Monat. Auf das Jahr betrachtet also 780,- Euro, womit der finanzielle Vorteil gegenüber dem Benzinmotor auf 215,- Euro schmilzt. Dank Teilnahme am eMerge-Projekt zahlt bisher Daimler unsere Batteriemiete. Vielen Dank an dieser Stelle!

LightLife_eMERGE

10 Jahre steuerfrei

Klingt gut, aber bei näherer Betrachtung auch kein Hauptgewinn. Für den smart electric drive bedeutet die Steuerbefreiung in Zahlen jährlich 20,- Euro. In zehn Jahren summiert sich die Steuerbefreiung auf unglaubliche 200,- Euro.

Jährliche Wartungskosten

Der E-Smart hat kaum Verschleißteile. Selbst die Bremsbeläge werden so gut wie nicht beansprucht. Die Wartungskosten für den smart mhd beliefen sich auf 364,34 Euro, beim smart ed lediglich 145,28 Euro. Ein finanzieller Vorteil von gut 220,- Euro für das Elektrofahrzeug.

Schnellladen und Ladeinfrastruktur nicht erforderlich

Der Firmenwagen wird mit Strom aus unserer Solaranlage betankt. Wofür also eine kostenpflichtige Ladesäule nutzen, wenn der Strom sozusagen kostenlos vom Firmendach kommt?

Wenn der Wagen nicht genutzt wird, kann nachgeladen werden. In der Regel, immer wenn die Kapazitätsanzeige unter 80% gefallen ist. Unsere Solaranlage produziert täglich gute 100 kWh, womit man das Fahrzeug fünf Mal volltanken könnte. Die Leistung entsteht aber im Tagesverlauf, nicht in 20 Minuten, womit die Schnellladefunktion bei uns überflüssig ist.

Reichweite

Das oft genannte Reichweitenproblem ist bei uns so gut wie nicht existent. Der Wagen ist für Kurzstrecken und Stadtverkehr gedacht. Da sind täglich 120 km, bzw. im Winter 70 km, ausreichend.

Fazit

Leider ist der smart electric drive total überteuert. Unter der Berücksichtigung, dass es sich um die gleiche Karosserie handelt und das so Dinge wie Motorblock, Öl, Schaltgetriebe, Lichtmaschine, Zahnriemen, Kühler, Tank, Kupplung, Auspuffanlage, Zündverteiler und viele weitere Bauteile durch einen E-Motor in der Größe einer Wassermelone ersetzt wird, ist die Kaufpreisdifferenz von 8015,- Euro nicht zu rechtfertigen.

Es liegt nahe, dass Daimler den smart electric drive nicht auf die Straße bringen möchte. An den Kosten der „teuren Batterie“ liegt es jedenfalls nicht, da diese monatlich abgerechnet wird.

Es gibt von Seiten der Politik und der deutschen Autoindustrie weiterhin keinerlei Druck die Preise in Deutschland zu senken. Es fehlt derzeit noch an weiteren Anbietern, und in ganz Europa werden Elektroautos subventioniert. Die E-Autos lassen sich auch zu den derzeit hohen Preisen verkaufen, nur halt nicht in Deutschland.

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