18 Monate | fortwo cabrio mhd vs. smart electric drive | 25.000 km
Licht- und Mediendesign in der Architektur. Planung und Realisation.
Lichtdesign, Architectural Lighting Design, Medienfassaden, Erneuerbare Energien, LED-Technik, Lichtkunst
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18 Monate | fortwo cabrio mhd vs. smart electric drive | 25.000 km

18 Monate | fortwo cabrio mhd vs. smart electric drive | 25.000 km

Nach 18 Monaten Nutzungsdauer und 25.000 gefahrenen Kilometern des derzeit beliebtesten Firmenwagens, ist die Zeit für eine Zwischenbilanz gekommen. Für die Fahrtstrecken im Großraum Köln | Bonn | Düsseldorf verfügt unser Fuhrpark über zwei Fahrzeuge der Marke smart. Einen fortwo cabrio mhd, sowie einen electric drive.

Fahrverhalten
Für Großstädte ist ein smart grundsätzlich das ideale Fahrzeug. Der fortwo cabrio bietet im Sommer naturgemäß besondere Fahrfreude. Für die Anschaffung eines electric drive in der Cabrio-Variante waren wir zu geizig, bzw. wollten den ohnehin schon überteuerten Preis nicht zahlen. Hinsichtlich Beschleunigung und Fahrverhalten ist der electric drive vielen herkömmlichen Fahrzeugen voraus. In der täglichen Praxis zeigte sich, dass einige von uns trotz einer inzwischen erreichten Reife, ganz gern mal einen Golf GTI oder 3er BMW an der Ampel stehen lassen.

Im direkten Vergleich mit dem fortwo cabrio mhd fällt auf, dass jegliches Ruckeln oder schalten des Fahrzeugs entfällt. Der electric drive verhält sich wie ein Autoscooter vom Kirmesplatz, nur mit deutlich mehr Leistung und einer Höchstgeschwindigkeit bis zu 125 km/h.

Verbrauchswerte
Hinsichtlich der Verbrauchswerte für beide Fahrzeugtypen haben wir als Berechnungsgrundlage nicht wie üblich die offiziellen Herstellerangeben herangezogen sondern uns realitätsnah am Portal www.spritmonitor.de orientiert. Demnach benötigt der fortwo cabrio mhd durchschnittlich 6,09 Liter/100 km, der electric drive 15,11 kWh/100 km.

CO2-Werte
Ein Liter Benzin entspricht 2.330 Gramm CO2. Unser smart electric drive wird beinah ausschließlich von der Solaranlage auf unserem Dach betankt. Da elektrische Energie, auch aus erneuerbaren Quellen, nicht CO2-frei produziert werden kann, wurde mit dem Durchschnittswert von 40 Gramm/kWh gerechnet. Zum Vergleich: 600 Gramm/kWh bei konventioneller Energieerzeugung. Quelle: COEmissionen vergleichen

Benzinkosten
Die Benzinkosten von 1,399 €/Liter entsprechen den durchschnittlichen Benzinkosten im Zeitraum von November 2014 bis November 2015. Quelle: www.statistika.com

Stromkosten
Die Stromkosten betragen 0,138 €/kWh, was unserer Einspreisevergütung entspricht.

Reichweite
Das oft bemängelte Reichweitenproblem ist bei uns selten existent. Die weiteste Strecke, die wir mit dem smart electric drive innerhalb eines Tages bewältigt haben, betrug 210 km. Grund war ein Tagesworkshop zum Thema Lichtdesign im Discovery Experience Center im niederländischen Sittard. Die Restreichweite bei Ankunft Köln –Sittard betrug gewagte 12 Kilometer. Während des Tagesworkshops wurde der smart via Kabeltrommel vollständig betankt.

LightLife_Sittard

Lohnt sich die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs?
Wegen des Fahrspaßes, dem praktischen vor der eigenen Haustür tanken, und des Umweltschutzes auf jeden Fall. Aus finanzieller Perspektive ist die Anschaffung eines Elektroautos kaufmännischer Blödsinn. Speziell in Deutschland bieten deutsche Hersteller leider oft völlig überteuerte E-Fahrzeuge an. Einzige Ausnahme aus unserer Sicht: Der BMW i3, der als E-Auto entwickelt wurde und vertrieben wird. Aber auch der i3 könnte preiswerter angeboten werden. BMW lässt sich, wie bei vielen Premierenfahrzeugen, auch die besondere Exklusivität bezahlen, wie kürzlich eine ARD-Dokumentation zum Thema offenbarte.

Die meisten anderen Marken, dazu gehört auch smart, nehmen bisher Umbauten an bereits existenten Fahrzeugen vor. Aus finanzieller Sicht müsste ein electric drive somit deutlich preiswerter in der Herstellung sein als die konventionelle Variante. Man liest oft, dass die Deutschen keine E-Fahrzeuge wollen. Unsere Vermutung ist, dass die deutschen Hersteller keine Elektroautos verkaufen möchten bzw. auf weitere Subventionen warten.  Anders ist die aktuelle Preispolitik nur schwer zu erklären.

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